Heute sagt man Stills, früher hießen diese Fotos einfach Standfotos und der, der sie anfertigte, Standfotograf oder etwas flapsig auch "Fotofix". Das deshalb, weil oft auch Fotos über Nacht entwickelt und vergrößert werden mussten.

Wenn die Fotos nicht im Nachhinein gestellt wurden, saß der Fotograf direkt unter dem Kompendium der Filmkamera, um den optimalen Blickwinkel zu bekommen.
Diese unglaubliche Nähe zu den Akteuren konnte bei entsprechenden Szenen emotional sehr bewegend sein. Wer zum Beispiel einmal die großartige Käthe Reichel so erleben durfte, wird dies nachvollziehen können Dies nur als Beispiel, stellvertretend für die Arbeit mit vielen großartigen Darstellern.

Filmografie (Auszug):
Die Kündigung R: Edgar Kaufmann
Einzug ins Paradies R: Achim und Wolfgang Hübner
Der Schimmelreiter R: Klaus Gendries
Künstler, König und Modell R: Martin Eckermann
Tatort: Die Brut der schönen Seele
R: Rainer Behrend

Polizeiruf 110
Das vergessene Labor R: Hans Werner
Freunde R: Klaus Grabowsky
Abschiedslied für Linda R: Christa Mühl
Eifersucht R: Bernd Böhlich
Flüssige Waffe R: Helmut Krätzig
Zahltag R: Hans Knötzsch
Tödliche Träume R: Thomas Jacob
Allianz für Knete R: Gerald Hujer
Der Riss R: Jan Ruzicka

© Andreas Zeise


Berlin, den 27.05.2012